Ephemere Räume der Stadt III
Artistic Research
Die temporäre, ephemere Intervention versucht sich in der gebauten Umwelt Räume anzueignen, die per se gar nicht als solche
gedacht werden. Die Angliederung an bereits existierende Strukturen verspricht jedoch großes Potential, die gebaute Umwelt mit geringem Aufwand für die zeitlich begrenzte Phase der Baustelle ästhetisch und strukturell zu verändern und als Folge über diesen Zeitraum hinaus alternative Denk– und
Nutzungsideen mit Stadträumen, hinsichtlich einer heterogenen und offenen Gestaltung, imaginieren zu lassen. Vor diesem Hintergrund bietet sich die Fassade, die seit jeher auch als Bedeutungsträgerin mit Zeigefunktion begriffen wird, besonders an. Als vertikale Fläche besitzt sie die Fähigkeit, visuelle Räume zu eröffnen und sich als Display im Stadtraum einzurichten.
Die parasitäre Nutzung und in deren Folge erweiterte Interpretation der Alltagsstruktur hat das Potential, als unerwartete, produktive Störung besondere Aufmerksamkeit für sich und ihren Standpunkt zu erzeugen. Es werden soziale und politische Bezüge geschaffen, die eine strukturelle Reflexion des Ortes ermöglichen und deren temporäre Bedeutung es dann zu verhandeln gilt. In diesem Zuge werden mit den gigantischen Flächen der Baugerüste nicht nur der Stadtraum visuell aufgewertet, sondern gleichzeitig Plattformen für die Sichtbarkeit von Künstler:innen im öffentlichen Raum erzeugt.
Dank an Lia Lisa Bach und Lea Meister für eure Unterstützung.