Konzept Kooperative Stadt
Ein Plädoyer für den öffentlichen Raum
Solidarität, Hilfsbereitschaft, Rücksichtnahme, Toleranz und ein hohes Sicherheitsgefühl sind Aspekte, die zu einer besseren Lebensqualität beitragen. All diese Aspekte werden durch gesellschaftliche Zusammenkünfte gestärkt, bei denen Menschen aller Alters-, Einkommens-, und Herkunftsgruppen aufeinandertreffen. Für solche Begegnungen bieten europäische Städte bisher oft zu wenig öffentlichen Raum, der vollumfassend inklusiv und nicht an Konsum gebunden ist.
Welches transformative Potenzial eine kooperative Stadt hervorbringen kann, in der Bürger:innen aktiv an der Entwicklungs-, Planungs- und Gestaltungsprozesse des öffentlichen Raums mitwirken können, zeigen drei dezentral organisierte Pionierprojekte: Das Torhaus Tempelhof in Berlin, das PLATZprojekt in Hannover und A Fair Land Pforzheim. Dass die Lebensqualität der Stadtbewohner:innen durch eine Aufwertung des öffentlichen Raums erheblich verbessert werden kann, beweist außerdem die zeitgemäße Umnutzung der Superblocks in Barcelona.
Ob und wie sich ähnliche Konzepte, die die Beteiligung der Bürger:innen fordern und fördern, auf eine gesamte Stadt anwenden lassen, muss in Zukunft weiter erprobt werden.
In cooperation with
Sarah Tribula and Andreas Krauss